Gehfußball (Walking Football) ist eine gesundheitsfördernde Alternative zum klassischen Fußball, bei der verletzungsfreier Spaß und Fairness im Vordergrund stehen.
Fortbewegung
Die wichtigste Grundregel betrifft die Fortbewegung: Jegliches Rennen, Laufen und Joggen ist strengstens untersagt. Für die erlaubte Bewegung müssen die typischen Merkmale des Gehens erfüllt sein. Das bedeutet, dass in der sogenannten „Doppelstützphase“ beide Füße gleichzeitig den Boden berühren, der Schwung nach vorne erfolgt über das gestreckte Standbein. Hingegen fungiert beim Laufen das gebeugte Standbein als Feder, welche in einer Art Sprung die Energie freisetzt; beim Laufen ist stets ein Bein in der Luft. Wird von einem Spieler dennoch gelaufen, führt dies zu einem indirekten Freistoß für die gegnerische Mannschaft.
Zweikampfführung
Ein weiterer zentraler Aspekt des Regelwerks betrifft die Zweikampfführung: Körperkontakt ist weitestgehend zu vermeiden. Gehfußball wird grundsätzlich als weitgehend kontaktloses Spiel ausgetragen, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Aus diesem Grund sind auch Angriffe auf den ballführenden Gegenspieler von hinten oder von der Seite komplett verboten. Der Versuch der Balleroberung darf nur frontal und ohne physischen Druck erfolgen; Grätschen (Sliding Tackles) sind absolut tabu.
Weitere Bestimmungen
Zusätzlich gelten in der Regel folgende Bestimmungen: Der Ball darf nur flach gespielt werden und nicht über Hüfthöhe fliegen. Es wird ohne Abseits und ohne Torwart auf kleinere Tore gespielt. Der Torraum darf zum Torschuss oder dessen Verhinderung nicht betreten werden. Wenn der Ball das Spielfeld über die Seitenauslinie verlässt, wird er an gleicher Stelle vom berechtigten Spieler flach eingekickt. Bei mannschaftlichen Vergleichen sind in der Regel pro Team 6 Spieler auf dem Feld. Die Wechsel der Spieler erfolgen fliegend. Empfohlen werden 4×15 Minuten Spielzeit.