das Kindswohl liegt ihr sehr am Herzen..Andrea Zemke schult bundesweit Vereinsverantwortliche zum Thema Kinderschutz
Wir sagen „Nein!“ zu Gewalt im Sport.
Im Sport spielen Emotionen, Körperlichkeit und Nähe eine große Rolle. Das beinhaltet jedoch auch ein Risiko für Grenzüberschreitungen, Übergriffe und Gewalt. Kinder und Jugendliche sind hierbei auf besonderen Schutz und Fürsorge angewiesen. Trainer/innen und Übungsleiter/innen im Verein sind nicht nur für nur das sportliche Programm zuständig, sie sollen auch einen verantwortungsvollen Umgang mit den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen pflegen. Dazu gehört der Schutz vor Vernachlässigung, vor psychischer, körperlicher und sexualisierter Gewalt.
„Ein Seminar zur Prävention ist für Vereinsvertreter/innen verpflichtend. Wir wollen alle unsere Teammitglieder für dieses Thema sensibilisieren,“ für den Vorstand der DJK Hockenheim, Siegfried Kahl, ist es ein wichtiges Anliegen, das Trainer- und Betreuerteam schulen zu lassen. „Erschreckende Vorfälle rücken seit Jahren immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit und ziehen auch uns Vereine in die Verantwortung. Denn auch Sportvereine können, wie viele Orte in der Gesellschaft, eine Stätte für Täter sein, aber eben auch ein Ort, an dem Opfer einen Ansprechpartner und ein offenes Ohr finden.“
16 Trainer und Betreuer der Hockenheimer DJK nahmen bei der von Leichtathletikabteilung organisierten Fortbildung teil, die im neuen Seminarraum auf dem vereinseigenen Gelände stattfand. Mit Andrea Zemke, Beauftragte für Kindeswohl beim Hessischen Leichtathletikverband, konnte eine äußerst versierte Referentin verpflichtet werden. Informativ und nachdrücklich erläuterte sie den DJK Teilnehmern, worauf im Ernstfall zu achten und welche Schritte zu unternehmen sind. Dabei entstand ein reger Austausch über die Herausforderungen im Umgang mit Kindeswohlgefährdung im Sport und der Umsetzung von Schutzkonzepten. Es wurde über Täterstrategien gesprochen und über Verhaltensregeln im Vereinsalltag. Die Trainer sollen eine gewisse Sensibilität für vorhandene Gefährdungen entwickeln, die Wahrnehmungen für Grenzverletzungen schärfen und Handlungssicherheit und Transparenz für den sportlichen Alltag schaffen. Am Ende des Abends stellte Andrea Zemke noch Kontaktdaten von Ansprechpartnern für Kinderschutz im Verein und in der Region bereit, wo man bei Verdachtsfällen oder Fragen Unterstützung erhält.
Die DJK will zukünftig für dieses Thema eine Vertrauensperson benennen und auch einen eigenen Verhaltenscodex aufstellen, der als zentrales Instrument zur Prävention sexualisierter Gewalt dient, indem klare Regeln für Nähe/Distanz, Respekt und Transparenz festlegt werden.
Alle Trainer werden angehalten hinzuschauen, abzuwägen und zu handeln, um Kindesmissbrauch im Sport keine Chance zu geben!
CS