Neben dem breiten und wachsenden Sportangebot richtet die DJK Hockenheim nun auch beim Thema Energieversorgung den Blick klar nach vorne.
Im neuen Seminarraum der DJK wurde kürzlich deutlich: Die Verantwortlichen wollen sich aktiv den Zukunftsfragen der Energiewende und erneuerbarer Energien stellen. Ziel ist es, nachhaltige Lösungen zu prüfen, die sowohl ökologisch sinnvoll als auch langfristig wirtschaftlich tragfähig sind.
Energiegewinnung dort, wo sie gebraucht wird
Konkret geht es um ein innovatives Energiekonzept, das mehrere Bausteine miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht ein thermisch aktivierter Wasserspeicher, der sowohl Brauchwasser bereitstellt als auch Energie zum Heizen oder Kühlen der Sporthalle, des Vereinsheims und den weiteren Räumlichkeiten liefern kann. Ergänzt wird das System durch einen Batteriespeicher, der die gewonnene Energie intelligent speichert und bedarfsgerecht verteilt.
Damit verfolgt die DJK einen ganzheitlichen Ansatz: Energie soll nicht nur erzeugt, sondern auch effizient genutzt und gespeichert werden – ein Prinzip, das gerade für Vereine mit schwankenden Nutzungszeiten von großem Vorteil ist.
Fachwissen aus erster Hand
Um diese komplexen Themen fundiert zu beleuchten, hat sich der Verein gezielt externe Expertise ins Haus geholt. Organisiert wurde die Informationsversanstaltung von der VerbauRent, vertreten durch Alex Zipfel und Ilona Stephan. Die Vorträge zeigten eindrucksvoll, welche technischen Möglichkeiten heute bereits zur Verfügung stehen.
Als Referenten traten unter anderem Dipl.-Ing. Torsten Semmling von Future Energy Technologies, Patenteigentümer der energetischen Spundwand, sowie Prof. Dr.-Ing. Norbert Grass von der Technischen Hochschule Nürnberg und Gründer von Grass Power Electric auf. Während Semmling das Potenzial thermisch aktivierter Bauteile – etwa Spundwände als Energiequelle – erläuterte, stellte Grass intelligente Batteriespeicherlösungen vor, die eine zentrale Rolle im Energiemanagement spielen.
Breites Interesse aus Stadt und Region
Das Interesse an dem Projekt reichte weit über den Verein hinaus. Im Publikum befanden sich unter anderem Vertreter des Bauamts, der Stadtwerke Hockenheim sowie der Feuerwehr. Auch Oberbürgermeister Marcus Zeitler ließ es sich nicht nehmen, an der Veranstaltung teilzunehmen und sich aktiv an der Diskussion der Vorträge zu beteiligen.
Neben dem Vereinsvorstand um Siegfried Kahl und weiteren Vereinsmitgliedern waren auch Vertreter von Baufirmen anwesend – ein deutliches Zeichen dafür, dass das Projekt als möglicher Impulsgeber für weitere nachhaltige Bau- und Sanierungsvorhaben wahrgenommen wird.
Sportverein als Vorbild
Mit diesem Schritt beweist die DJK Hockenheim erneut Weitsicht. Der Verein zeigt, dass Klimaschutz und Energiewende nicht nur Themen für Industrie oder Großprojekte sind, sondern auch im Vereinsleben eine Rolle spielen können. Gerade Sportvereine, die tief in der Gesellschaft verwurzelt sind, können Vorbilder sein – für ihre Mitglieder ebenso wie für die Kommune.
Noch steht das Projekt am Anfang. Doch schon jetzt ist klar: Die DJK Hockenheim versteht sich nicht nur als Ort für Bewegung und Gemeinschaft, sondern auch als Akteur, der Verantwortung für die Zukunft übernimmt.
-ska-